das kannst Du oft nicht direkt umsetzen mit einem zu pflegenden Angehörigen. Kurze Auszeiten nehmen hingegen schon!

In der Zeit als ich meine Mutter daheim gepflegt habe ging’s mir so. Mit einem Ohr horchte ich ständig, ob sich was tut in Ihrem Zimmer und Sie langsam wach wird. Dafür liess ich die Türe immer einen Spalt weit geöffnet. Beim kleinsten Geräusch sprang ich auf und eilte zu Ihr. Ich, wartete bereits darauf Sie zu hören und wach zu sehen. Schön war’s, wenn Sie die ganze Nacht durchgeschlafen hatte und das war in der Regel die Ausnahme.

Die Herausforderungen kamen mit dem Alltag. Wir verbrachten den ganzen Tag zusammen. Dort, wo Sie Ihre Defizite hatte, da unterstützte ich Sie und das ging bereits los mit dem Aufstehen. Waschen, Ankleiden, Frühstück geben und bis zum Mittagessen waren wir voll beschäftigt.

Nach einem kurzen Mittagsschlaf, währenddessen konnte ich klar Schiff machen in der Küche, ging’s los nach draussen. Bei schönem Wetter verbrachten wir den Nachmittag im Freien. Sie liebte Ausfahrten und Ausflüge in Ihrer vertrauten Umgebung. Einkaufen, Dinge erledigen, die so tagtäglich mit der Post eintrafen. Rechnungen begleichen, das gehörte auch dazu. Damit hatte Sie Ihre Mühe und das ging niemals lange gut, wollte Sie wieder raus. Die Ruhe geniessen. All diese hektischen Menschen um Sie herum ertrug Sie nicht mehr gut. Schnell entspannte Sie sich bei unseren Spaziergängen mit dem Rollator und später mit dem Rollstuhl.

Während des ganzen Tages gab es immer mal Zeitpunkte, für neue Herausforderungen und da war ich manchmal enorm gefordert.
Wie bringe ich Sie schnell wieder zur Ruhe und mich natürlich auch? Ihre Unruhe habe ich sofort wahrgenommen und dementsprechend mich selbst zur Gelassenheit gezwungen – indem ich mein Repertoire an Lösungsmöglichkeiten hervorholte.

Meine bewähren Drehs in den einzelnen Situationen

Kurz den Atem anhalten und langsam ausatmen bis ich selbst innerlich ruhiger wurde (was sich oft auch langsam auf meine Mutter übertrug).

Einen ruhigen Platz aufsuchen oder auf’s WC begleiten, was Sie nicht immer äussern konnte, wenn Sie mal “musste”.
Auf 10 zählen und zurück. Das half mir selbst ausgeglichen zu bleiben, denn Sie spürte jede Veränderung sofort bei mir.
Abseits, an einem ruhigen Platz kurz stillstehen und innehalten, das hat einen Auszeitmoment für mich gegeben – um dann ruhiger weiter zu gehen.

Daheim, wenn die Situation plötzlich angespannt war, suchte ich den Blick nach draussen und schweifte einen Moment ab und dann ging’s mit Humor weiter. Lachen, Grimmassen machen oder lustige Geschichte erzählen, das verändert oft alles. Eine Leichtigkeit zeigt sich und die Situation war so gut wie gerettet.

Auf Dich selbst achten und Dich wahrnehmen, das darf bei der Pflege des Angehörigen nicht untergehen. Deine Bedürfnisse wahrnehmen und wertschätzen, denn nur auf diese Art kannst Du selbst gesund bleiben. Unterstützend und ausgeglichen sein, und zwar dann, wenn’s Dir selbst auch gut geht. Niemals weisst Du, wie lange Du Deinen Angehörigen bei Dir hast. Bemüh Dich immer mal wieder darum, Dir selbst eine kurze oder längere Auszeit zu gönnen. Nur so kannst Du zu Deiner eigenen Kraft zurückfinden.

Ganz viel Energie und Ausgeglichenheit wünscht Dir
Renate G O O D – Coach

Mal richtig ausspannen…
Für mehr Sonnenblumenmomente, entlaste ich pflegende Angehörige.

Denk dran:
Achte-auf-Dich.
Gönn-Dir-freie-Zeit.
Nimm-Dich-auch-mal-aus-der-Pflegeverantwortung.

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